Stern Amigurumi Häkeln - Die Anleitung Für Dein Erstes
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Martina KrügerMartina Krüger17.08.2026ZUR ANLEITUNG

Beim letzten Kaffeeklatsch in meiner Küche fragte mich Sabine, ob ich nicht mal ein Amigurumi hätte, das man wirklich als erstes Projekt schafft – ohne Ohren, ohne Beine, ohne Verzweiflung. Heraus kam dieser kleine Stern aus Plüschgarn, den meine Testrunde in drei verschiedenen Wohnzimmern nachgehäkelt hat, bevor ich ihn hier zeige. Er braucht nur einen Fadenring, gleichmäßiges Zunehmen und etwas Geduld beim Zusammennähen – mehr Technik nicht. Und weil er flach und stabil genug ist, wandert er bei mir garantiert noch in diesem Monat als Häkelpost zu jemandem.

Der Start: Fadenring und die ersten Maschen

Hände häkeln fünf feste Maschen in einen Fadenring als Start dieser Stern Amigurumi Häkelanleitung für Anfänger

Plüschgarn fühlt sich beim ersten Anfassen an wie ein kleines Handtuch — weich, samtig, und ehrlich gesagt auch ein bisschen rutschig zwischen den Fingern. Genau deshalb lohnt sich hier eine Häkelnadel mit etwas Griff, ich arbeite mit 4 mm. Der Einstieg ist denkbar einfach: Du legst einen Fadenring (auch Magischer Ring genannt) und häkelst hinein 5 feste Maschen (fM) — die feste Masche ist die Grundmasche im Amigurumi, du stichst einfach durch die nächste Masche, holst den Faden und ziehst ihn zweimal durch.

Zieh den Ring danach so fest zu, dass kein Loch mehr in der Mitte zu sehen ist. Das ist der Moment, in dem viele Anfängerinnen aus meiner Testrunde zum ersten Mal gemerkt haben, wie stabil so ein Ring wirklich hält — keine Angst, er verrutscht nicht mehr.

Die Sternmitte wächst

Runden werden gleichmäßig zugenommen, bis eine flache gelbe Sternmitte aus Plüschgarn entsteht

Jetzt geht es ums gleichmäßige Zunehmen. In den nächsten Runden häkelst du in jede Masche zwei feste Maschen, bis eine kleine, flache Kreisfläche entsteht — die spätere Mitte deines Sterns. Zähl am Ende jeder Runde nach, wie viele Maschen du hast, und notiere dir die Zahl in Klammern. Genau das macht am Anfang den Unterschied zwischen einem schönen, flachen Kreis und einer Schüssel, die sich nach oben wölbt.

  • Zu wenig zugenommen: die Mitte wird kegelförmig statt flach
  • Zu viel zugenommen: der Rand beginnt zu wellen
  • Genau richtig: die Fläche liegt flach auf dem Tisch, wie auf dem Foto

Wenn deine Mitte krumm aussieht — herzlichen Glückwunsch, du häkelst gerade dein erstes Amigurumi. Das legt sich mit der zweiten Seite.

Die erste Zacke entsteht

Die erste Zacke des Amigurumi Sterns wird gehäkelt und zur Basis zurückgearbeitet

Hier passiert die eigentliche Sterntechnik, und sie ist raffinierter, als sie aussieht: Du häkelst nicht rundherum weiter, sondern arbeitest nur über einen Teil der Maschen eine Zacke nach außen — und dann wieder zurück zur Basis. Auf dem Foto siehst du genau diesen Moment: die Nadel sitzt mitten in der ersten Spitze, während der Rest der Mitte noch flach daliegt.

Die erste Zacke ist immer die unsicherste — bei der zweiten weißt du plötzlich, was du tust. Das war bei mir vor über vierzig Jahren am Küchentisch meiner Oma nicht anders.

Häkle am äußeren Punkt der Spitze wenn nötig eine unsichtbare Abnahme, damit sie sich schön zuspitzt statt eckig zu wirken. Arbeite dann in Wendungen zurück zur Mitte, bis du wieder auf der Ausgangsreihe stehst.

Vier weitere Zacken – das Vorderteil ist fertig

Fertig gehäkeltes fünfzackiges Sternvorderteil aus gelbem Plüschgarn liegt flach auf dem Tisch

Jetzt wiederholst du das Prinzip aus Schritt drei einfach viermal — und aus der flachen Mitte wird nach und nach ein kompletter fünfzackiger Stern, so wie du ihn auf dem Foto siehst.

  • Immer an derselben Stelle ansetzen: arbeite jede neue Spitze direkt neben der vorherigen, sonst verschiebt sich die Symmetrie
  • Zwischendurch prüfen: leg das Teil flach hin und schau, ob alle Zacken etwa gleich lang sind
  • Fadenende sichern: vernähe die Enden schon jetzt gründlich, das spart dir später Nerven

Am Ende dieses Schritts hast du das komplette Vorderteil in der Hand — flach, symmetrisch, und schon ziemlich hübsch anzusehen, auch ohne Gesicht.

Augen setzen – und eine wichtige Sicherheitsfrage

Sicherheitsaugen werden am lächelnden Sterngesicht befestigt, daneben liegt das zweite Sternteil für die Rückseite

Jetzt bekommt dein Stern ein Gesicht: Zwei Sicherheitsaugen werden mittig auf dem Vorderteil eingesetzt und von innen mit der Unterlegscheibe fest verschlossen — so, wie auf dem Foto zu sehen. Parallel dazu häkelst du ein zweites, identisches Sternteil ohne Augen für die Rückseite, nach genau demselben Muster wie oben.

Ganz wichtig, und das sage ich nach 32 Jahren im Kindergarten mit voller Überzeugung: Sicherheitsaugen gehören ausschließlich in Sterne für Kinder ab drei Jahren. Ist dein Stern für ein Baby oder Kleinkind gedacht, sticke die Augen stattdessen mit schwarzem Garn auf — kein noch so fest verschraubtes Auge ist für kleine Münder wirklich sicher.

Vorder- und Rückseite zusammenhäkeln

Vorder- und Rückseite des Amigurumi Sterns werden mit festen Maschen zusammengehäkelt, eine Öffnung bleibt offen

Leg beide Sternteile mit den Rückseiten aufeinander, so wie auf dem Foto, und häkle sie mit festen Maschen rundherum zusammen. Arbeite dabei einmal in jede Masche beider Lagen gleichzeitig, damit die Naht später nicht auseinanderklafft.

Die eine Regel, die du nicht vergessen darfst

Lass an einer der Zacken eine kleine Öffnung offen — etwa drei bis vier Zentimeter breit reichen völlig. Genau hier kommt gleich die Füllwatte hinein. Häkle also lieber einmal zu wenig als zu viel, du kannst die Lücke im nächsten Schritt jederzeit noch etwas schließen.

Ausstopfen und die Öffnung sauber schließen

Der gelbe Stern wird mit Füllwatte gestopft, während die restliche Öffnung geschlossen wird

Jetzt wird dein Stern lebendig: Stopfe ihn durch die offene Zacke mit Füllwatte, kleine Portionen nach der anderen, und schiebe sie mit den Fingern bis in die äußeren Spitzen. Die Zacken sollten sich rund und fest anfühlen, aber nicht spannen — ein Stern, der zu prall gestopft ist, verliert seine flache, kuschelige Form.

Zum Schluss schließt du die restliche Öffnung mit der Vernähnadel und wenigen unsichtbaren Stichen, genau dort, wo auf dem Foto die Nadel noch aus der Naht schaut. Vernäh das letzte Fadenende gut im Inneren, dann hält es auch, wenn Emil bei mir zum Wochenende später mal daran zieht.

Der fertige Stern

Fertiger gelber Amigurumi Stern mit Sicherheitsaugen liegt auf grauem Holzuntergrund

Und da liegt er: ein kleiner, gelber, freundlich dreinschauender Stern, flach genug für eine Geschenktüte und weich genug für jede Kinderhand. Genau dieses schlichte Gesicht — zwei Punkte, sonst nichts — macht ihn so vielseitig: als Fensterdeko, Kissen fürs Kinderzimmer oder, mit gestickten statt Sicherheitsaugen, als erste Kuschelfigur für ein Baby.

Waschen: Plüschgarn verträgt meist 30 Grad im Schonwaschgang im Wäschenetz, danach liegend trocknen, damit die Form erhalten bleibt. Für den Postweg wickle ich ihn in Seidenpapier — so kommt er unzerdrückt an, egal wie lange Jörg für den Weg zur Post braucht.

Fünf Zacken, ein Gesicht, ein bisschen Füllwatte — und schon liegt ein Stück auf dem Tisch, das sich schenken lässt, an wen auch immer du gerade denkst. Wenn deiner beim ersten Mal etwas schief geraten ist: genau so ein Stern hat bei mir 1998 auch angefangen.

Stern Amigurumi Häkeln - Die Anleitung Für Dein Erstes
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Stern Amigurumi Häkeln - Die Anleitung Für Dein Erstes
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Mit dieser Stern Amigurumi Häkelanleitung für Anfänger gelingt dir ein süßer Kuschelstern aus Plüschgarn – Schritt für Schritt erklärt, sicher für Kinder.
Amigurumistern amigurumi häkelanleitung für anfänger
VORBEREITUNG10 Min
Arbeitszeit140 Min
GESAMTZEIT150 Min
Ergebnis1 Stern
SchwierigkeitEinfach
Kostenca. 6 €
Material
  • Material
  • Werkzeug
Schritte
1
Fadenring beginnen
Lege einen Fadenring und häkle 5 feste Maschen hinein. Zieh den Ring fest zu, bis kein Loch mehr sichtbar ist.
2
Mitte vergrößern
Häkle weitere Runden mit gleichmäßiger Zunahme, bis eine kleine, flache Kreisfläche als Sternmitte entsteht. Notiere die Maschenzahl am Ende jeder Runde.
3
Erste Spitze häkeln
Häkle von einer Seite der Mitte aus die erste Sternzacke nach außen und arbeite in Wendungen wieder zur Basis zurück.
4
Restliche Spitzen häkeln
Wiederhole das Vorgehen aus Schritt 3 viermal, bis ein komplettes fünfzackiges Sternteil entstanden ist.
5
Augen befestigen und Rückseite häkeln
Setze zwei Sicherheitsaugen mittig auf dem Vorderteil ein und verschließe sie von innen. Häkle ein zweites, identisches Sternteil ohne Augen für die Rückseite.
6
Vorder- und Rückseite verbinden
Lege beide Teile mit den Rückseiten aufeinander und häkle sie mit festen Maschen rundherum zusammen. Lass an einer Zacke eine kleine Öffnung von 3-4 cm offen.
7
Stopfen und schließen
Fülle den Stern durch die Öffnung gleichmäßig mit Füllwatte, bis die Zacken rund und fest, aber nicht überprall sind. Schließe die restliche Öffnung mit unsichtbaren Stichen und vernähe das Fadenende gut.
Martina Krüger
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Hallo, ich bin Martina! Erzieherin mit 32 Dienstjahren, Häklerin seit 45 Jahren, Oma von Cheftester Emil. Bei Häkelpost findest du Anleitungen,…
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Was Leser oft fragen

Muss ich unbedingt Plüschgarn verwenden?

Nein, jedes glatte Baumwoll- oder Amigurumi-Garn funktioniert genauso, dann passt du nur die Nadelstärke an die Garnbanderole an. Plüschgarn macht den Stern nur besonders kuschelig und verzeiht kleine unregelmäßige Maschen, weil die Oberfläche sowieso strukturiert ist.

Wie groß wird der fertige Stern?

Mit Plüschgarn und 4 mm Nadel liegt meine Version bei etwa 15 cm von Spitze zu Spitze. Möchtest du ihn größer, nimm dünneres Garn mit kleinerer Nadel und häkle eine Zunahmerunde mehr in der Mitte dazu.

Wie lange dauert das Projekt realistisch?

Für ein erstes Amigurumi rechne mit zwei entspannten Abenden — einer für Mitte und Spitzen, einer fürs Zusammennähen und Stopfen. Mit etwas Übung schaffst du den zweiten Stern locker an einem Abend.

Was mache ich, wenn meine Zacken unterschiedlich lang geworden sind?

Das passiert fast jeder Anfängerin beim ersten Versuch und lässt sich beim Zusammennähen der beiden Teile noch etwas ausgleichen. Beim zweiten Stern wird es garantiert gleichmäßiger, versprochen.

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